In Kamerun ist Homosexualität – wie in vielen afrikanischen Ländern – immer noch eine Straftat, ein großes Tabu und gilt für die Familien als große Schande. Im Jahr 2013 wurde der junge Journalist und LGBTQ+-Aktivist Eric Lembembe brutal ermordet, weil er schwul war. Erschüttert von diesem Verbrechen in seinem Heimatland begibt sich der Filmemacher Appolain Siewe auf eine Reise nach Kamerun. In dem Film CODE DER ANGST erzählt er die Lebensrealität von LGBTQ+-Menschen. Gleichzeitig ist der Film eine persönliche Auseinandersetzung mit seiner homophoben Erziehung, die ihm mittlerweile fremd geworden ist, mit der Intoleranz gegenüber Homosexuellen in seiner eigenen Familie. Seine berührenden Begegnungen mit Aktivisten und Aktivistinnen, die mit einem unglaublichen Mut für Toleranz in ihrem Land kämpfen, und seine Gespräche mit Kameruner Wissenschaftlern und insbesondere auch mit der bekannten kamerunischen Menschenrechtsanwältin Alice N’kom, die 2014 den Menschenrechtspreis von Amnesty International Deutschland erhielt, machen den Film zu einem einzigartigen Dokument.
